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Gemeinderat setzt das weitere Vorgehen im Bereich Immobilien und Finanzen fest

In der Gemeinde Adligenswil stellt sich eine Reihe von Planungsfragen, die Immobilien betreffen und Auswirkungen auf die Finanzen haben. Hier informiert der Gemeinderat über den Stand der Abklärungen und Absichten

Der Gemeinderat hat 2017 die Projekte «Schulraumplanung 2020» und «Arealentwicklung Dorfkern» gestartet und die entsprechenden Aufträge an die Firma Metron respektive das Büro für Bauökonomie erteilt. Die Arbeiten der externen Beratungsfirmen wurden jeweils durch eine Projektsteuerung begleitet. Weiter hat der Gemeinderat parallel dazu zur Gemeindestrategie eine Immobilienstrategie entwickelt, welche den allgemeinen Umgang der Gemeinde mit dem eigenen Immobilienportfolio und mit Landreserven definiert.
Der Gemeinderat möchte nun gerne über die bereits getätigten Schritte, die gewonnenen Erkenntnisse und das geplante weitere Vorgehen informieren.

Immobilienstrategie
Der Gemeinderat hat in einem intensiven Prozess die strategischen Eckpfeiler einer Immobilienstrategie erarbeitet. In einem ersten Schritt wurden alle gemeindeeigenen Immobilien und Grundstücke einheitlich erfasst. In einem weiteren Schritt wurden die strategischen Handlungsfelder definiert.

Der Gemeinderat hat für die Bereiche Steuerung und Organisation, Immobilien-Bereitstellung und den Bereich Immobilien-Bewirtschaftung strategische Vorgaben an die Verwaltung vorgegeben. Diese strategischen Vorgaben ermöglichen es der Verwaltung, die einzelnen Objekte den Normstrategien zuzuweisen.

Es muss somit für jedes Objekt entschieden werden, welcher Strategie es zugeführt wird: Objekt halten, Objekt entwickeln, Objekt verkaufen oder mit weiteren Schritten zuwarten. Durch diese Zuweisung wird das Investitionsvolumen für die folgenden Jahre ersichtlich.
In einem weiteren Schritt müssen nun die ermittelten Investitionsvorhaben in den Finanzplan der Gemeinde eingearbeitet werden. Hierzu hat sich der Gemeinderat entschieden, einen Masterplan zur Immobilienstrategie zu entwickeln.

Dieser soll, auf die Immobilien fokussiert, aufzeigen, welche Projekte in welchem Zeitraum wie finanziert werden sollen. Hierzu sind als Vorarbeiten die beiden Projekte «Schulraumplanung 2020» und «Arealentwicklung Dorfkern» gestartet worden. Diese Erkenntnisse werden im Masterplan zusammengeführt und ergeben somit eine Grundlage für die politische Entscheidfindung.

Schulraumplanung 2020
Das Projekt «Schulraumplanung 2020» konnte termingerecht gestartet werden. Für den Gemeinderat stehen in diesem Projekt vor allem der Umgang mit der Schulanlage Kehlhof und die künftige Nutzung der zwei anderen Schulstandorte im Vordergrund. Dabei soll eine detaillierte Investitionsprognose pro Standort erstellt werden. Die von der Firma Metron vorgelegten Standort- und Umsetzungsvarianten konnten zusammen mit den Benutzergruppen diskutiert und priorisiert werden.

Die Vertiefung der zwei priorisierten Varianten – mit jeweils einem Neubau der Schulanlage Kehlhof – zu einer Machbarkeitsstudie konnten jedoch die vom Gemeinderat gewünschte Klärung der Kosten nicht in allen Punkten erfüllen, da diese zwei Varianten weiterhin auf dem Fortbestand von drei Schulstandorten basieren.

Der Gemeinderat hat daraufhin die Firma Metron beauftragt, eine dritte, auf nur noch zwei Schulstandorten basierende Variante einer Machbarkeitsstudie zu unterziehen. Diese Arbeiten sollten bis Ende Januar 2018 vorliegen und durch den Gemeinderat beraten werden. Sobald diese drei Varianten in der gleichen Ausführungstiefe zur Diskussion bereitstehen, werden sie wiederum mit den Benutzergruppen diskutiert. Dieser Prozess sollte bis Ende Februar 2018 abgeschlossen sein. Die Ergebnisse werden anschliessend durch den Gemeinderat beraten und fliessen dann in den Masterplan zur Immobilienstrategie ein.

Arealentwicklung Dorfkern
Die Arbeiten im Projekt «Arealentwicklung Dorfkern» konnten termingerecht abgeschlossen werden. Beim Projekt standen für den Gemeinderat vier Fragestellungen im Vordergrund der Abklärungen:
  1. Welcher Nutzung soll das Grundstück 1432 (leere Parzelle westlich des Gemeindehauses) zugeführt werden?
  2. Genügt das Gemeindehaus den heutigen Anforderungen an eine moderne Verwaltung?
  3. Können für die Gemeinde Adligenswil neue und langfristige Einkünfte durch Immobilienbesitz generiert werden?
  4. Wie können die bevorstehenden Investitionen finanziert werden?
Das Büro für Bauökonomie konnte in seinem Schlussbericht dem Gemeinderat eine Machbarkeitsstudie mit einer Kostenschätzung vorlegen. Der Gemeinderat ist nach Beratung der empfohlenen Variante zum Schluss gekommen, dass das Grundstück 1432 nur sinnvoll genutzt werden kann, wenn die Parzelle 310 (Gemeindehaus) in die Überlegungen miteinbezogen wird. Die Berechnungen des Büros für Bauökonomie haben gezeigt, dass die nach 40 Jahren notwendige Sanierung des Gemeindehauses im Bereich Installationen und Wärmedämmung/Dach einen vertretbaren Betrag überschreitet und sich ein Abbruch aufdrängt.

Weiter hat sich gezeigt, dass sich eine rentable Erdgeschossnutzung durch einen Retailer nur in einem Neubau über beide Grundstücke ergibt. Für die Vermietung an die Genossenschaft Migros Luzern liegt eine unterzeichnete Absichtserklärung vor. Es ist nun vorgesehen, über beide Grundstücke einen Bebauungsplan zu entwickeln.

Der Gemeinderat ist der klaren Überzeugung, dass sich mit der Entwicklung eines Bebauungsplanes unter der Leitung der Gemeinde mehrere Vorteile ergeben. So kann in einem umfassenden Wettbewerb eine optimale Lösung für dieses zentrale Grundstück und den Dorfplatz gefunden werden. Auch wenn die Bevölkerung zum Schluss kommt, die Grundstücke zu verkaufen, kann mit einem rechtsgültigen Bebauungsplan Planungssicherheit über die Entwicklung gewonnen werden.

Die Finanzierung der Investitionen legt der Gemeinderat ebenfalls im Masterplan Immobilien dar. Sollte die Entwicklung der Immobilie nicht durch die Gemeinde selber erfolgen, werden die aufgewendeten Finanzmittel für die Entwicklung des Bebauungsplanes dem Investor 1 zu 1 überbunden.
Zeitplan und Diskussion
Der Gemeinderat ist sich der Komplexität und der finanziellen Dimension der Projekte bewusst und will deshalb eine breite und vollständige politische Diskussion ermöglichen. Es ist deshalb vorgesehen, keine Einzelprojekte zu präsentieren, sondern jeweils alle Projekte gleichzeitig. Das finale Produkt für die öffentliche Diskussion wird der Masterplan zur Immobilienstrategie sein. Parallel dazu wird der Gemeinderat auch die in der Gemeindestrategie verankerte Finanzstrategie entwickeln und die finanziellen Auswirkungen für die Gemeinde Adligenswil aufzeigen.

Es ist dem Gemeinderat ein Anliegen, dass die anstehenden Investitionen nicht isoliert betrachtet oder gar gegeneinander ausgespielt werden. Die Bevölkerung und politischen Gremien werden frühzeitig in allfälligen Informationsveranstaltungen informiert.



Gemeinderat Adligenswil 

Datum der Neuigkeit 15. Dez. 2017

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