Newsletter der Gemeinde Adligenswil
Liebe Leserinnen und Leser,
Sie war eine Fremde, eine Aussenseiterin – und dennoch prägte das Dorforiginal Aloisia Zihlmann über viele Jahre unsere Gemeinde. Ein reich bebildertes Büchlein gibt Einblicke in das Leben dieser eigenwilligen Person - lesen Sie in diesem Newsletter mehr zu ihr. Zudem erfahren Sie, wo Sie die Jahresberichte unserer Kommissionen finden.
Robert Bossart, Kommunikation, Gemeinde Adligenswil
Spannende Einblicke ins Leben des Dorforiginals Aloisia
Mit ihren schweren Holzschuhen, den vielen Schichten mit alten Kleidern und einem mit allerlei Utensilien bestückten Leiterwagen, zog sie die Blicke auf sich: Aloisia Zihlmann, das Dorforiginal von Adligenswil. Viele kannten sie vom Sehen, dennoch war sie eine Fremde, eine Aussenseiterin. Doch ihr eigenwilliges Wesen weckte grosse Neugier.
Wer war sie wirklich? Die Kulturkommission Adligenswil fand es an der Zeit, dieser Frage nachzugehen und sammelte Geschichten von Verwandten und Bekannten, die Einblick in das Leben von Aloisia Zihlmann geben. Aus den einzelnen Details entstand ein Gesamtbild, das weit über ihre schrullige Art hinausgeht. Das nun entstandene, reich bebilderte Büchlein von Bernadette Kurmann, das über das Leben dieser eigenartigen und schwer fassbaren Adligenswilerin erzählt, lässt einen, wenn man zu lesen begonnen hat, nicht mehr los.

Aus streng katholischem Elternhaus, war Aloisia Zihlmann selbst sehr religiös. Als sie vor dem 2. Weltkrieg nach mehreren Jahren aus Italien zurückkehrt, ist sie völlig verändert – eigenwillig, stur, zuweilen brüskierend gegenüber Mitmenschen. 44 Jahre lebte sie in Adligenswil, wohnte jahrelang in einem ungeheizten Wohnwagen, ohne Strom und fliessendes Wasser, ihre Autonomie war ihr heilig. Sie roch sehr streng und vertrat zuweilen extreme Ansichten. Sie war oft zu Fuss unterwegs, ihr Radius reichte bis in die Stadt Luzern. Mit ihrem auffallenden Äussern wurde sie mit den Jahren zu einer bekannten Persönlichkeit in Adligenswil und in der Region.
Für das Buch wurden zahlreiche Personen befragt, die Aloisia Zihlmann kannten. Sie hat auch die Gemeinde in Atem gehalten, der Gemeinderat stand wegen ihr wiederholt in der Kritik. «Trotzdem hat er die Würde der Frau bis zuletzt gewahrt», lobt die Autorin das Verhalten des Gemeinderats. Positiv erwähnt sie auch das Rechtssystem: Ihre Integrität sei durch alle Instanzen geschützt geblieben. 2003 ist die Adligenswilerin gestorben. «Sie war eine mutige, eigenwillige und ja, bisweilen auch sture Person, die für ihre Meinungen eintrat», so die Autorin. «Sie wirkte auf mich wie aus einer fremden Welt kommend.»
Das Büchlein ist am Schalter der Gemeindeverwaltung erhältlich (Preis: 10 Fr.)
Gleich daneben steht die Bronzeskulptur von Aloisia Zihlmann. Die Gemeinde Adligenswil erwarb sie 2003 und hat damit eine Erinnerung für die Ewigkeit.
Jahresberichte der Kommissionen sind online
Die Kommissionen informieren mit ihren Jahresberichten über die Tätigkeiten im vergangenen Jahr. Die Berichte sind auf der Website unter der Rubrik Kommissionen bei den einzelnen Kommissionen je aufgeschaltet. Der Gemeinderat dankt allen, die sich in Kommissionen engagiert haben. Die Jahresberichte sind ein Schaufenster in die vielfältigen Aufgaben und Projekte, die das Jahr über bearbeitet werden. Wir wünschen eine spannende Lektüre!
Links auf Jahresberichte:
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