Katzen jagen alles, was sich bewegt – von Käfern über Echsen bis zu Vögeln. Leider gefährden sie damit auch die Biodiversität. Die Umweltkommission Adligenswil gibt deshalb Tipps für Katzenhalter.
In einem stark besiedelten Quadratkilometer unserer Gemeinde Adligenswil leben vielleicht zwei Füchse, drei Steinmarder und ein Wiesel. Niemand weiss genau, wie viele, denn man sieht sie kaum. Aber auf diesem gleichen Quadratkilometer leben auch fünfzig bis zweihundert Individuen des erfolgreichsten Jägers der Schweiz, der Hauskatze.
All diese Katzen besitzen einen natürlichen Jagdtrieb, den sie Tag und Nacht ausleben. Nichts, was kreucht und fleucht, entgeht dem wachsamen Katzenauge. Käfer, Schmetterlinge, Heuschrecken, Frösche, Kröten, Echsen, Blindschleichen und Vögel werden, wenn nicht gefressen, so doch mindestens lebensgefährlich verletzt.
Die Zauneidechse beispielsweise ist aufgrund der Katzendichte in allen Siedlungsräumen verschwunden. Bei den Echsen, die sich seit wenigen Jahren in den Adligenswiler Gärten ausbreiten, handelt es sich um die flinkere Mauereidechse. Diese gelangte mit den Güterbahnwagen von den Tessiner Bahnhöfen in diejenigen nördlich der Alpen. Sie flieht viel früher und schneller und erklimmt problemlos Hauswände.
Tipps zur Verminderung des Jagderfolges bei Hauskatzen
Überdenken Sie die Anschaffung einer Hauskatze sehr gut. Haben Sie wirklich genug Zeit zum Spielen und dazu in der Wohnung genügend Platz? 24 Stunden outdoor darf keine Option sein.
Bedenken Sie auch, dass eine freilaufende Katze ihr Geschäft meistens beim Nachbarn im Sandkasten oder im für die Ansaat vorbereiteten Gemüsebeet erledigt. Alle Gartenbesitzerinnen und Gartenbesitzer wissen, wie unangenehm das ist.
Der Umweltkommission ist es ein Anliegen, sachlich auf die Katzenproblematik hinzuweisen, sodass in Zukunft weniger Katzen mehr Biodiversität in Adligenswil ermöglichen.
Vielen Dank für Ihren Beitrag zur Förderung der Artenvielfalt.
Kari Müller, Umweltkommission Adligenswil