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Kehlhof-Baukredit kommt zur Abstimmung

Das Vorprojekt für das neue Kehlhof-Schulhaus liegt vor. Am 18. Juni 2023 wird nun über den Baukredit abgestimmt.

Das Projekt «Lernlandschaft», das im Juli 2022 siegreich aus dem Projektwettbewerb hervorgegangen ist, ist in den vergangenen Monaten verfeinert, in wichtigen Punkten ergänzt und zu einem verbindlichen Vor­projekt ausgearbeitet worden. Nun liegt das Resultat vor. Über den Baukredit in der Höhe von 27,9 Millionen Franken wird am 18. Juni 2023 abgestimmt.

Kredit mit Reserve

Bei der Ausschreibung des Projektwettbewerbs war man von einer Investitionssumme von 22,5 Millionen Franken ausgegangen. Der erhebliche Bauteuerungsschub des letzten Jahres ist seither für Mehrkosten von 1,9 Millionen Franken verantwortlich. Hinzu kommen rund 100 000 Franken aufgrund der Mehrwertsteuererhöhung per 2024 auf 8,1 Prozent. Die im Wettbewerb nicht mitgerechneten Sonderkosten für den Rückbau der Pavillons, für Erschliessungsarbeiten und Spezialmassnahmen beim Aushub, für die Bauherrenvertretung und die Möblierung machen weitere 2,3 Millionen Franken aus.

Demgegenüber haben Verbesserungen bei den Abläufen und weitere Optimierungen dazu geführt, dass das Bauvolumen etwas reduziert werden konnte. Die gesamten Investitionskosten werden nun mit 25,36 Millionen Franken veranschlagt. 

Da es sich um ein Vorprojekt handelt und der Gemeinderat finanzpolitisch auf der sicheren Seite sein will, hat er eine Reserve von zehn Prozent der Investitionskosten in den Kredit eingeschlossen (2,54 Millionen Franken). Deshalb beträgt der Baukredit, über den am 18. Juni 2023 abgestimmt wird, 27,9 Millionen Franken.

Finanziell verkraftbar

Dazu hält der Gemeinderat fest, dass die Immobilienstrategie weiterhin im Einklang mit der Finanzstrategie stehen muss. Weil nicht alle Investitionen gleichzeitig angegangen werden können, hat er bereits im Jahr 2021 Prioritäten gesetzt. Dabei hat er die erste Priorität auf den Bau des neuen Schulhauses gelegt. 
Damit die Verschuldung der Gemeinde in einem tragbaren Rahmen bleibt, hat er die gesamten Investitionsausgaben für Neuinvestitionen und Sanierungen im Zeitraum 2021 bis 2025 auf 32,5 Millionen Franken limitiert. Bis Ende 2022 wurden erst 3 Millionen benötigt. Im gleichen Zeitraum haben die Rechnungsergebnisse um 2,2 Millionen Franken besser abgeschlossen als damals geplant.

Auch in Zukunft wird es herausfordernd bleiben, die anstehenden Investitionsprojekte so zu priorisieren und umzusetzen, dass die finanzpolitischen Vorgaben weiterhin eingehalten werden. Der Gemeinderat ist sich dieser Verantwortung bewusst. Er ist aber ganz klar der Ansicht, dass mit dem vorliegenden Projekt ein dringend notwendiges und zukunftsorientiertes Schulhaus gebaut werden wird. Die Gemeinde kann und muss diese Investition jetzt auslösen: Sie ist finanziell verkraftbar. 

«Lernlandschaft» wurde von der Jury im Juli 2022 einstimmig als Siegerprojekt auserkoren. Hauptargumente dafür waren die geschickte Gliederung des Gebäudekörpers in drei miteinander verbundene Einzelgebäude, die grosszügigen Aussenräume, die nicht nur für die Kindergärten und die Schülerinnen und Schüler, sondern für die gesamte Bevölkerung nutzbar sind, sowie die optimale Einbettung in das Dorfbild. «Lernlandschaft» verfolgt das Konzept der «kleinen Schule in der grossen Schule», das heisst kleine, übersichtliche Ein­heiten in einer Schule mit 450 Schülern und Schülerinnen.

Gemeinderat Adligenswil