Invasive und gebietsfremde Pflanzen – sogenannte Neophyten – verbreiten sich zunehmend auch in unserer Region. Ein prominentes Beispiel dafür ist das Einjährige Berufkraut.
Neophyten verdrängen seltene einheimische Pflanzen und gefährden dadurch die Artenvielfalt. In besonderem Masse trifft dies auf das Einjährige Berufkraut zu, das bis zu 50 000 Flugsamen bildet und sich explosionsartig ausbreitet. Es muss jetzt aus den Gärten entfernt werden, bevor die Samenverbreitung beginnt.
Das Einjährige Berufkraut fand vor gut einem halben Jahrhundert den Weg von Nordamerika in die Schweizergärten, verwilderte danach und trat ohne grosses Aufsehen auf brachliegenden Böden auf. Nun aber verhält sich dieser Korbblütler sehr invasiv und verdrängt auch in den Naturschutzgebieten einheimische, seltene Pflanzen.
Pflanzen mit Wurzeln ausreissen
Die Samenverbreitung wird verhindert, indem die Pflanze vor dem Aufblühen ausgerissen wird. Bei lockerem Boden gelingt dies gut, wenn man zuallerunterst auf Bodenebene gezielt zupackt und vorsichtig zieht. Bei verdichtetem oder trockenem Boden kann eine Hacke oder eine Stechgabel helfen, einen Grossteil der Wurzel zu erwischen. Falls dies nicht gelingt, wird der Wurzelstock im kommenden Jahr, dem Namen zum Trotz, umso kräftiger mit mehreren Stängeln austreiben.
In den Kompost gehört nur das Stängelmaterial. Blüten, Samen und Wurzeln müssen mit dem Hauskehricht entsorgt werden.
Die Umweltkommission dankt allen Gartenbesitzern. Sie leisten damit einen wertvollen Beitrag zur Erhaltung der Biodiversität.
Kari Müller, Umweltkommission Adligenswil