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Nachtstern wird in das Grundangebot integriert

Gute Nachrichten für Adligenswil: Der Nachtstern soll mit dem neuen Fahrplan ab Dezember 2021 zu einem Teil des Grundangebots im öffentlichen Verkehr werden. Dies hält der ÖV-Beauftragte der Gemeinde Adligenswil in seinem Tätigkeitsbericht fest.

Konkret bedeutet die Integration des Nachtsterns in das Grundangebot, dass Abonnemente auch auf den Nachtkursen gültig sein werden. Für die Gemeinde hat dies den Vorteil, dass die Finanzierung nicht mehr über einen Direktbeitrag der Gemeinde erfolgt, sondern über den Verkehrsverbund Luzern. Dadurch ergibt sich für Adligenswil eine kleine Einsparung. Geplant sind drei Nachtkurse um 1.30, 2.30 und 3.30 Uhr, die jeweils in der Freitag- und Samstagnacht verkehren. Gegenwärtig ist der Betrieb wegen der Corona-Einschränkungen noch eingestellt.

Insgesamt befindet sich die Erschliessung der Gemeinde durch den öffentlichen Verkehr auf einem sehr guten Niveau. Sie ist vergleichbar mit der Angebotsdichte eines städtischen Aussenquartiers – dies in einer Landgemeinde mit 5500 Einwohnerinnen und Einwohnern. Innerhalb der Gemeinde ist eine klare Abstufung des Angebots nach Bevölkerungsdichte erkennbar. Ausgezeichnet ist die ÖV-Erschliessung bis zum Dorfzentrum. In den Aussenquartieren (Stuben und Sonnmatt) ist das Angebot immer noch gut, allerdings sind dort Verbesserungen in den Randstunden möglich.

Mehr Fahrten nach Rotkreuz?

Ziel der Gemeinde ist es, dass zwei Postautokurse pro Stunde nach Rotkreuz verkehren. Adligenswil hat diesen Wunsch angemeldet, ist sich aber der schwierigen Rahmenbedingungen bewusst. Möglich ist dieser Schritt nur bei einer Zunahme der Passagierzahlen. Die heutigen Fahrgastzahlen erlauben keinen Ausbau. Diesbezüglich sind die Vorgaben des Bundes klar.

Ebenfalls ein klarer Wunsch der Gemeinde ist es, die SBB-Gemeindetageskarten zur erhalten. Gegenwärtig können der Bevölkerung täglich zwei Tageskarten zu vergünstigten Bedingungen angeboten werden. Die SBB wollen die Gemeindetageskarten bis 2023 abschaffen.

Kein weiterer Haltestellen-Abbau

Erfreulich ist aus Sicht der Gemeinde, dass es trotz des Umbaus und der Anpassungen von Haltestellen zu keinem weiteren Abbau kommt. Wäre dies der Fall, würde die Abdeckung und die Qualität des öffentlichen Verkehrs sinken.

Der ÖV-Beauftragte der Gemeinde Adligenswil nimmt die Anliegen aus der Bevölkerung auf – gerade auch in der Frage, wie Haltestellen erschlossen werden (zu Fuss oder mit dem Velo). Ebenso ist er dankbar für Ideen und Anregungen, wie die Mobilität in Adligenswil verbessert werden kann.

Gutes Einvernehmen mit VVL

Mit dem Verkehrsverbund Luzern (VVL) ist das Einvernehmen gut. In den letzten Jahren war es immer möglich, den finanziellen Rahmen auszuschöpfen, um ein dichtes Fahrplanangebot aufzubauen. Dass es Ende des letzten Jahres möglich war, die Zahl der Wochenendkurse zu erhöhen, war das Resultat einer jahrelangen Kleinarbeit.

Anregungen sowohl zum Fahrplan als auch zur Erschliessung von Haltestellen nimmt der ÖV-Delegierte der Gemeinde Adligenswil gerne unter OeV-Beauftragter@adligenswil.ch entgegen.

Olivier Bucheli, ÖV-Beauftragter der Gemeinde Adligenswil