Für die Postauto-Kunden nach Rotkreuz gibt es eine gute und eine schlechte Nachricht. Die gute Nachricht: Auf den Fahrplanwechsel am 12. Dezember 2021 wird der Halbstundentakt unter der Woche bis um 21 Uhr erweitert. Die schlechte Nachricht: Gleichzeitig werden die Preise um bis zu 33 Prozent erhöht.
Grund für den massiven Preisaufschlag ist die Erweiterung des Tarifverbunds Passepartout nach Rotkreuz. Dadurch muss von Adligenswil (und Udligenswil) nach Rotkreuz anstelle eines Streckenbilletts über drei Zonen nun ein Zonenbillett für vier Zonen gelöst werden. Das gleiche Billett ist künftig auch für die Fahrt über Ebikon oder Luzern nach Rotkreuz gültig.
Konkret erhöhen sich die Preise von Adligenswil nach Rotkreuz wie folgt:
Wie der Tarifverbund Passepartout in einer Medienmitteilung schreibt, setze er «mit der tarifarischen Integration von Rotkreuz […] ein langjähriges Anliegen von Fahrgästen, Unternehmen, Schulen und Gemeinden um». Ziel der Erweiterung sei eine Vereinfachung des Ticketangebots.
Gemeinderat verlangt Gegenleistung
Leider trifft dies auf Adligenswil nicht zu. Der Gemeinderat ist deshalb mit dem Entscheid der Tarifzonenänderung nicht einverstanden, hat aber keine Mittel, um sich gegen die Zonenanpassung zu wehren. Er bedauert, dass die Attraktivität des öffentlichen Verkehrs in Adligenswil durch den Entscheid gemindert wird, und verlangt vom Verkehrsverbund Luzern (VVL), dass für die Bevölkerung von Adligenswil im Gegenzug endlich eine seit Jahren geforderte Verbesserung der Anschlüsse in Luzern umgesetzt werde.
Konkret verdeutlicht er seine Forderung an den VVL: Zubringerzüge aus Bern und Basel sollen am Abend abgewartet werden, die Abfahrtszeit des Postautos ist auf xx.09 Uhr zu verschieben, damit die Anschlüsse auch bei leichten Zugsverspätungen gewährleistet sind. Dies, so der Gemeinderat, müsste als Gegenleistung für die massive Tariferhöhung zwischen Adligenswil und Rotkreuz angeboten werden.