Der Gemeinderat von Adligenswil hat im Zusammenhang mit der Entwicklung der Immobilienstrategie wichtige Zwischenentscheide zur künftigen Schulraum- und Infrastrukturplanung gefällt. Grundlage bildet eine aktualisierte Prognose der Schülerzahlen in Adligenswil. Sie geht davon aus, dass die Bautätigkeit in der Gemeinde in den nächsten rund fünf Jahren nochmals deutlich zunimmt, langfristig dann aber wieder abnehmen wird. Dies dürfte vorübergehend zu einer weiteren Erhöhung der Anzahl Schulklassen führen, ehe sich ab zirka 2033 die Anzahl der Klassen auf dem heutigen Niveau oder sogar leicht darunter einpendeln wird.
Zuerst mehr, dann weniger Klassen
Mittelfristig wird mit 6 Kindergarten-, 22 Primarschul- und 12 Oberstufenklassen gerechnet. Langfristig werden 5 Kindergarten-, 18 Primarschul- und 10 Oberstufenklassen erwartet. Heute gibt es insgesamt 7 Kindergarten-, 21 Primarschul- und 11 Oberstufenklassen. Der zusätzliche Raumbedarf für die vorübergehend höhere Anzahl von Schulklassen kann in den nächsten Jahren mit den bestehenden Schulräumen gedeckt werden. Langfristig ist somit kein zusätzlicher Schulraum notwendig.
Der Pavillon F beim Kehlhof soll mittelfristig als Ergänzung für die Primarschule dienen und die temporär höhere Anzahl Klassen aufnehmen. Auch die Räume für das Time-In und Spezialausbildungen sollen dort untergebracht werden. Diese Räume werden von allen Schulstufen genutzt, sollen aber vor allem für den Zyklus 1, also die Kinder des Kindergartens sowie der ersten und zweiten Klasse, gut erreichbar sein. Langfristig könnte der Pavillon F bei sinkenden Klassenzahlen anders genutzt oder zurückgebaut werden. Das Areal des Pavillons F bleibt als langfristige Landreserve für die Schule erhalten.
Obmatt: Räume anders nutzen
Das Oberstufenschulhaus Obmatt wird weiterhin von der Oberstufe genutzt. Durch Anpassungen bei Raumaufteilung, Akustik, Brandschutz und Möblierung sollen offene Raumstrukturen künftig besser als Arbeits- und Aufenthaltsbereiche genutzt werden. Nicht benötigte Räume können künftig vom Rektorat, vom Sekretariat, von der Musikschulleitung oder vom Schulpsychologischen Dienst genutzt werden.
Enge Zusammenarbeit mit Schule
Die Tagesstrukturen sollen im kooperativen Modell eng mit der Schule zusammenarbeiten. Räume wie Turnhalle, Mehrzweckräume, pädagogische Mitte und Aussenbereiche können gemeinsam genutzt werden.
Der Bedarf an Betreuungsplätzen in der Gemeinde Adligenswil steigt voraussichtlich von heute 100 auf 168 Plätze im Schuljahr 2030/31 und auf 192 Plätze im Schuljahr 2035/36. Der erhöhten Nachfrage an Plätzen in den Tagesstrukturen wird Rechnung getragen. Dies wird in der Immobilienstrategie entsprechend berücksichtigt.
Gemeinderat Adligenswil